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K R A N K E N H A U S M A G A Z I N 2 0 1 7

B A D H OMB U R G

U S I N G E N

K Ö N I G S T E I N

Die Gefäßchirurgie befasst sich mit der

Diagnostik, Therapie und Nachsorge der

verengenden und erweiternden Erkran-

kungen der Schlagadern und Venen. Der

Anspruch „Gefäßmedizin aus einer Hand“

kennzeichnet die hohe Expertise unserer

Abteilung.

mit einer Kontrastmittelallergie ist es dabei ein entscheidender

Vorteil, dass diese Untersuchung auch mit Kohlendioxyd (C0

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)

durchgeführt werden kann.

Bei ganz besonderen Fragestellungen wird bereits während des

operativen Eingriffs eine Computertomographie durchgeführt.

Stichwortartig möchten wir Ihnen das Behandlungsangebot zu

den entsprechenden Krankheitsbildern skizzieren:

Arterielle Verschlusserkrankung (pAVK)

Die Häufigkeit der arteriellen Verschlusserkrankung nimmt mit

zunehmendem Lebensalter zu. Ab dem 60. Lebensjahr haben

bereits etwa 20 % der Bevölkerung relevante Gefäßveränderun-

gen, die noch nicht alle behandlungsbedürftig sind. Als wichtigs-

te Risikofaktoren für die Gefäßverkalkung sind ein zu hoher Blut-

druck, die Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen und nicht

zuletzt auch der Nikotinkonsum bekannt. Akute und chronische

Verschlussprozesse der beinversorgenden Schlagadern erfordern

eine stadiengerechte Diagnostik und Behandlung durch kathe-

tergestützte Behandlungstechniken (sogenannte Ballondilatatio-

nen mit oder ohne Stent) oder die Anlage eines Bypasses. Der

Bypass ist eine Umleitungsoperation, mit der wieder ein pulsati-

ler Blutstrom unterhalb des Gefäßverschlusses erzeugt werden

soll. Oft ist eine Bypassanlage auf feinste Gefäße am Unterschen-

kel oder am Fuß erforderlich (sog. crurale oder pedale Bypassver-

fahren), um das Bein erhalten zu können. Diese Eingriffe sind

technisch anspruchsvoll und werden stets mit speziell angefertig-

ten Mikroinstrumenten und unter Zuhilfenahme einer Lupenbril-

le oder eines Operationsmikroskops durchgeführt. Als Bypass-

materialien stehen uns die körpereigenen Venen der Beine, aber

auch der Arme zur Verfügung. Wenn nicht ausreichend autolo-

ges (körpereigenes) Material zur Verfügung steht, verwenden

wir biologische Kollagenprothesen.

Aortenaneurysma

Aussackungen der Hauptschlagader (Aortenaneurysmen) ma-

chen oft keine Beschwerden und werden meist im Rahmen von

Dies eröffnet dem Patienten eine umfassende Diagnostik und

das gesamte Spektrum der offen chirurgischen, kathetergestütz-

ten, aber auch konservativen Behandlungsmaßnahmen in der

Gefäßmedizin. Moderne Gefäßchirurgie ist hoch technisiert und

erfordert gleichzeitig ein hohes Maß an chirurgischer Präzision in

einem sehr individualisierten Behandlungskonzept.

Gefäßchirurgische Erkrankungen sind häufig und betreffen oft

mehrere Gefäßabschnitte des Organismus gleichzeitig. Mit dem

steigenden Lebensalter unserer Bevölkerung, gerade im Rhein-

Main-Gebiet, ist die heimatnahe Versorgung dieser komplexen

Erkrankungen von großer Bedeutung.

Schwerpunkte unserer Klinik liegen in der operativen und kathe-

tergestützten Behandlung der peripheren arteriellen Verschluss-

erkrankungen der Extremitätenarterien, der sogenannten pAVK,

und in der Behandlung der Verschlussprozesse an den gehirnver-

sorgenden Gefäßen zur Vorbeugung oder Behandlung eines

akuten Schlaganfalls. Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt

bildet die Versorgung der erweiternden Gefäßveränderungen

der Hauptschlagader, der sogenannten Aortenaneurysmen. Die

Behandlung von Venenleiden auch mit neuesten Techniken und

die Anlage von Zugangswegen für die Hämodialyse runden das

Spektrum unseres Leistungsangebotes ab.

Wichtig ist uns, eine sofortige Versorgung der akuten und chro-

nischen Gefäßerkrankungen rund um die Uhr zu gewährleisten,

um die körperliche Integrität und Selbstständigkeit der uns an-

vertrauten Patienten zu erhalten oder wieder zu erlangen.

Mit einem erfahrenen Team aus Spezialisten bieten wir das ge-

samte Spektrum der offen-chirurgischen und kathetergestützten

Behandlungsmethoden in der Gefäßchirurgie auf höchstem Ni-

veau an.

Die Abteilung für Gefäßchirurgie und endovaskuläre Chirurgie

verfügt über eine weit überdurchschnittliche apparative Ausstat-

tung. Neben der farbkodierten Duplexsonographie, die vor und

während der Eingriffe zum Einsatz kommt, werden die Eingriffe

in einem der modernsten Operationssäle Europas, im sogenann-

ten Hybrid-OP durchgeführt. Dabei kommen neben der kontrast-

mittelgestützten Gefäßdarstellung, Ballonaufdehnungen oder

Stentimplantationen rund um die Uhr zur Anwendung. Insbe-

sondere für Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion oder

LEITUNG

Chefarzt Priv.-Doz.

Dr. Dr. Sasa-Marcel Maksan

SEKRETARIAT

Tel.: 06172 / 14-26 10

Fax: 06172 / 14-10 26 10

sasa.maksan@hochtaunus-kliniken.de

Klinik für Gefäßchirurgie und

endovaskuläre Chirurgie

Standort Bad Homburg

Chirurgische Klinik III

Fachbereich